88 Jahre nach der Eroberung Jerusalems wurden die verbliebenen Kreuzfahrer 1187 in einer Schlacht in Galiläa besiegt. Sultan Saladin, Herrscher über Syrien und Ägypten, zog in Jerusalem ein, wobei er vollkommen auf die Jahrzehnte zuvor durch die christlichen Kreuzfahrer verübten Greueltaten verzichtete.

Nachdem Papst Urban III vom Verlust Jerusalems erfuhr, rief er 1187 erneut zum Kreuzzug auf. Der damalige deutsche Kaiser Friedrich I. Barbarossa sammelte ein riesiges Heer und zog über den Balkan Richtung Kleinasien. Historische Quellen geben die Mannstärke des Heeres mit etwa 100.000 Kämpfern an, was höchstwahrscheinlich übertrieben ist.

Friedrichs Truppen waren aber stark genug, den Durchmarsch durch Byzanz zu erzwingen. Der byzantinische Kaiser Isaak II. Angelos wollte Friedrich ursprünglich den Durchmarsch durch sein Reich verweigern, woraufhin Friedrich mit der Eroberung seines Reiches drohte. Byzanz hatte immerhin gerade erst sein Bündnis mit Saladin erneuert. Byzanz hatte sich zu diesem Bündnis entschlossen, nachdem die Kreuzfahrer die eroberten Gebiete nach dem ersten Kreuzzug nicht an Byzanz zurückgaben, sondern für sich selbst behielten.

Nachdem Friedrich ohne Gegenwehr durch Byzanz marschiert war, trafen seine Truppen in Kleinasien auf ein Heer Saladins, das besiegt wurde. Am 10. Juni 1190 ertrank der deutsche Kaiser im Fluss Saleph. Daraufhin verlor das deutsche Heer sämtliche Disziplin und löste sich auf. Nur ein kleiner Teil des Heeres traf im Oktober 1190 zur Belagerung von Akkon ein.

Im April 1191 traf das französische Heer unter Führung König Phillips II. über den Seeweg, im Juni die englischen Truppen des jungen Richard Löwenherz ein. Richard verspätete sich, weil er seine Fahrt kurzzeitig unterbrochen und Zypern erobert hatte.

Akkon fiel am 12. Juli 1191. Phillip II. kehrte nach Frankreich zurück, Richard aber blieb, um Jerusalem anzugreifen und zurückzuerobern. Obwohl ihm die Eroberung Jerusalems nicht gelang, konnte er durch die Einnahme der Städte Sidon und Beirut die Verbindung mit dem Westen sichern, da er große Küstengebiete kontrollierte.

Kaiser Heinrich VI. wollte den Kreuzzug fortsetzen, um eine staufische Präsenz im Mittelmeerraum zu schaffen, starb jedoch kurz vor Beginn seines Vorhabens 1197 in Messina.