Im Mai 2002 gründeten fünf Mittelalter-Begeisterte den Deutschen Schwertorden in Groß Düngen bei Bad Salzdetfurth. Alle hatten bereits als Akteure der Gruppe der Freie Ritter Erfahrungen in der Darstellung und Schaukampf auf zahlreichen Mittelalterfesten gesammelt. Mit dem neuen Verein wollten sie dem ritterlichen und höfischen Leben dabei aber mehr Raum geben. Ihr Ziel war es auch, langfristige Strukturen zu schaffen. Dazu sollte auch die kontinuierliche Ausbildung, Disziplin und der Werdegang vom Knappen bis zum Ritter gehören. Da die Gründungsmitglieder nicht in einer einzigen Stadt wohnten, sondern über das Bundesgebiet verteilt lebten, legten sie den Orden bundesweit an und teilten Deutschland in vier Balleien auf. Die Gründungsmitglieder bemühten sich, an ihren Heimatorten eigenständige Gruppen zu etablieren.

Zur authentischen Darstellung sollte auch das Lagerleben und die Teilnahme von Frauen gehören. 2004 hatte die Gruppen ihren ersten offiziellen Auftritt an der Burg Blomendal. Mit zehn Personen war der Orden beim Burgjubiläum vertreten.

Die Gruppe hatte zu der Zeit zwei bis drei Zelte, aber auch schon eine Bogenbahn. Dem Verein war es von Anfang an sehr wichtig, nicht nur zu präsentieren, sondern den Gästen auch Aktivitäten zu bieten. Deshalb hatte der Verein auch bald ein Kappenturnier für Kinder im Angebot. Durch Spiele und eigenes Erleben sollten die Kinder schnell einen Zugang zur Geschichte des Mittelalters finden. Die Mitglieder des Deutschen Schwertordens traten bei verschiedenen Mittelaltermärkten auf, wurden aber auch zu Werbeaktionen gebucht, zum Beispiel bei der Feier zum 600-jährigen Bestehen des Bremer Ratskellers (2005) und zur Premiere des Ritterfilms „Königreich der Himmel“ (2005).

Ihre erste richtige Schlacht erlebten die Ordensritter 2007 bei der 700-Jahr-Feier der Schlacht von Lucka.

2008 hat der Deutsche Schwertorden dann selbst das Fest in Blomendal ausgerichtet. Durch seine Auftritte hat sich der Verein auch mit anderen Mittelalter-Gruppen angefreundet und verschiedene Veranstaltungen gemeinsam besucht. Zu diesen Gruppen gehörte „Hastings“, „Ramstäk“ und der Celler Ritterbund. Dessen Meisterschaft der Ritter hat in jedem Jahr einen festen Platz im Terminplan des Schwertordens.

Der Orden blieb nicht nur in der Region, sondern bereiste auch bis nach Königsberg in Bayern Veranstaltungen.

Seit 2008 ist der Orden als eingetragener Verein anerkannt.

Am 16. Juni 2010 wurden die Mitglieder der Langenberger Ritterschaft als Westballei in den Deutschen Schwertorden aufgenommen.

Seit 2012 gehören dem Orden auch zwei Ritter an, die zu Pferd an Turnieren teilnehmen.

Aktuell hat der Verein 60 Mitglieder.

Die Gruppe ist gut zusammengewachsen, anfängliche Querelen haben sich im Laufe der Jahre aufgelöst.